Der 40-%-Richtwert der FMA
Die FMA nennt maximal 40 % des Jahres-Nettoeinkommens als Richtwert für die Schuldendienstquote bei privaten Wohnimmobilienkrediten. Dabei geht es um die gesamte Kreditbelastung, nicht um eine Empfehlung, tatsächlich 40 % auszuschöpfen.
Ihre persönliche Grenze kann niedriger liegen
Familien mit hohen Betreuungskosten, Pendler, Haushalte mit zwei Autos oder unsicherem Einkommen benötigen oft mehr freien Puffer. Umgekehrt kann ein Haushalt mit sehr hohem Einkommen trotz gleicher Quote mehr absoluten Spielraum haben.
Von der Wunschrate zum Kreditbetrag
Bestimmen Sie zuerst, welche Rate nach Fixkosten, Rücklagen und Lebenshaltung komfortabel bleibt. Erst danach rechnen Sie mit realistischem Zinssatz und Laufzeit den möglichen Kreditbetrag zurück.
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Zins- und Lebensereignis-Stresstest
Rechnen Sie bei variabler Finanzierung mit höherem Zins. Zusätzlich sollten Karenz, Teilzeit, Reparaturen oder temporärer Einkommensausfall nicht sofort zu Zahlungsproblemen führen.
Praxis: drei Zielraten statt einer Maximalrate
Statt nur eine Rate zu berechnen, definieren Sie drei Werte: Komfortrate, die im normalen Alltag problemlos funktioniert; Obergrenze, die noch tragbar ist; und Stressrate, die bei vorübergehend höheren Zinsen oder geringerem Einkommen entstehen könnte.
Beispiel: Ein Haushalt empfindet 1.500 Euro als komfortabel, 1.800 Euro als persönliche Obergrenze und könnte für begrenzte Zeit 2.100 Euro tragen. Eine variable Finanzierung, die schon heute 1.800 Euro kostet, hätte damit kaum Puffer.
Rate ist nicht die gesamte Wohnbelastung
Betriebskosten, Energie, Versicherung, Rücklagen und Instandhaltung kommen zusätzlich zum Kredit. Vergleichen Sie daher nicht neue Kreditrate mit alter Miete, sondern die gesamte neue Wohnbelastung mit der bisherigen.
Häufige Fragen
Quellen und Aktualisierung
Zuletzt redaktionell aktualisiert am 14. August 2026. Bei zeitabhängigen Angaben gilt im Zweifel der aktuelle Stand der verlinkten Primärquelle.